Riga - Verliebt in 3 Akten (Part I) 

Mit den Füßen +++ Mit den Augen +++ Mit dem Bauch

Welche Feiertage eignen sich besser zum verreisen als Ostern? Es ist Frühling, man bekommt zwei Urlaubstage geschenkt und hat mit 4 freien Tagen genug Zeit, um sich ein wenig zu erholen und eine Städtereise zu unternehmen. Wir waren in den letzten 10 Jahren NIE zuhause und auch dieses Jahr nutzten wir die Feiertage, um Hamburg für ein paar Tage gegen eine andere Hansestadt einzutauschen: RIGA


Riga… ist das nicht da oben, also Baltikum? Ja, genau! Estland, Lettland, Litauen… wo denn genau? So wie vielen unserer Freunde geht es ehrlicherweise auch uns. Denn bis vor ein paar Tagen, konnten wir weder die drei Länder noch ihre Hauptstädte auseinander halten. Riga ist Hauptstadt von Lettland und mit knapp einer Million Einwohnern, gar nicht so klein wie es wirkt ☺ 

Und warum jetzt Liebeserklärung? Weil es einfach so schön war und wir uns trotz 3°C, Regen und grauem Himmel ein wenig schockverliebt haben. 


Aber der Reihe nach. Wir sind ab Bremen mit Ryan Air nach Riga geflogen. Dieses Mal hatten wir (warum auch immer) die Priority Class und fühlten uns gleich very important. Außer dass man 5 Minuten vor allen anderen in den Flieger darf, gibt es allerdings nicht wirklich Vorteile – Billigflieger bleibt eben Billigflieger ☺ 

Vom Riga Airport ging es mit den quietsche grünen Taxis von Air Baltic für wenige Euros ins Zentrum zu unsererm Airbnb Apartment… und hier beginnt unsere Riga-Lovestory...


1. Akt – Mit den Füßen 

„Ui in diesem tollen Jugendstil-Haus wohnen wir? Cool!“. Ich freue mich jedes mal wie eine kleine Schneekönigin, wenn wir vor einer neuen Airbnb Behausung stehen, denn ich liebe es nicht nur in die Stadt sondern auch in die Wohnkultur einzutauchen und mich richtig heimisch zu fühlen. Fjodor bekomme ich nach und nach auch von diesem Konzept überzeugt :-) Nun ging es drei steile Stockwerke zu Fuß nach oben in unsere Bleibe für die kommenden drei Nächte. Kamin, Badewanne, Backsteinwände - kurzum die Wohnung war ein Volltreffer.


Nun sind wir aber ja nicht nach Riga gefahren, um die Füße hochzulegen (warum eigentlich nicht?). Sondern um eben diese zu nutzen und die Stadt zu erkunden. 

Gesagt, getan. In unserem Reiseführer war ein 4-Stündiger Spaziergang empfohlen: Neustadt, Altstadt und Co - wir wollten uns erst einmal einen Überblick verschaffen. Also schlappten wir los: 

Über DIE Jugendstilstraßen Rigas (Alberta Iela, Elzbata Iela) ging es zur sogenannten Esplanade mit der orthodoxen Christi Geburt Kathedrale. Durch eine kleine Parklandschaft, die im Sommer mit Sicherheit reizvoller ist als bei hanseatischem Schietwetter, ging es in die Altstadt. Pulverturm, alte Kasernengebäude in hübschem Gelb und zahlreiche Umwege durch verwinkelte Gassen brachten uns zu den "drei Brüdern". Diese drei Gebäude sind die ältesten Bauwerke Rigas (und wie ich finde auch drei der schönsten). Das Stadtbild prägen der Dom (24) und die Petrikirche (4) - die beiden Türme mit den goldenen Wetterhähnen auf den Spitzen sind einfach nicht zu übersehen. Zu Recht, denn beide sind wunderschön. Ziel unserer Walking-Tour war dann der Rathausplatz mit dem Schwarzhäupterhaus im typisch hanseatischen Look und Haupt-Postkartenmotiv Rigas. 

 

Anhand der Bilder und der Karte oben, könnt ihr die einzelnen Stationen nachvollziehen!

Zwischendrin gönnten wir unseren Füßen natürlich auch mal die ein oder andere Pause und genossen eines der zahlreichen wunderbar süßen Cafés - aber mehr dazu im 3. Akt. 

Wer jetzt denkt, dass wir am Abend den Kamin angemacht und die Füße hochgelegt haben, der täuscht sich, denn am Abend haben wir noch ne Flotte Sohle aufs Parkett gelegt. 

 

Dazu ein Exkurs: Im Vorwege hatten wir nach Tipps zu Riga gefragt und auch etwas Inspiration bekommen. Unter anderem war die Ala Bar in Rigas Altstadt dabei. Klang nett, also hin da. Die Bar ist in einem alten Kellergewölbe und hat etwas Folklore-Wikinger-mäßiges an sich. Da es bereits um 18:00 Uhr sehr voll war, nahmen wir an der Bar Platz (Kardinalsfehler). Viele Biere und leckeres Essen später, begann um 21:00 Uhr die Band  „Dimantas“ zu spielen. Drei Schwestern, die lettische Volkslieder zum Besten gaben. Mit viel Bier, netten Letten, verrückten Engländern und noch verrückteren Amerikanern lässt es sich echt gut tanzen. Und so strich der Abend bzw. die Nacht dahin. Und glaubt mir am nächsten Tag schmerzten nicht nur die Füße :-) 

Einen Geschmack auf die Musik gibt es hier.


Jana

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