Totes Meer: Abtauchen mit Kopf über Wasser

Shalom aus Israel! Wie haben uns akklimatisiert :-) 

Und heute ging es von der zweit größten Stadt und unserem Zuhause-auf-Zeit, Tel Aviv zum Toten Meer. 

Zunächst einmal die Frage - wie dorthin kommen? 

Erst dachten wir ganz easy-peasy mit dem Bus. Gut gedacht, aber nicht ganz so leicht umgesetzt, da das Tote Meer im Westjordanland liegt und das entweder umsteigen oder Anschließen an eine Reisegruppe bedeutet. Letztere ist meist Ü50 und eher nicht so unser Ding ;) 


Also war die Idee ein Mietwagen. An sich nicht verkehrt, schließlich ist man flexibel und so. In Israel ist das mit der Flexibilität so eine Sache… In Israel rumfahren ist kein Problem, das Westjordanland allerdings stellt ein größeres Problem dar. Dieses ist in drei Zonen unterteilt: A (palästinesische Führung), B (palästinensiche Führung und israelisches Militär) und C (israelische Führung) unterteilt. Durch letztere muss man allerdings durch und das erlaubt nicht jeder Mietwagenverleih. Die Platzhirsche im Mietwagendschungel haben überzeugt: Sixt, Europcar, Hertz und wie sie alle heißen erlauben das Befahren des Highway 1 und der Route 90 in der „Westbank“. 


Nachdem der Mietwagen alias Knutschkugel (Peugeot 107) gefunden und auch Jana überzeugt war, ging der Roadtrip los. Von Tel Aviv an Jerusalem vorbei und immer weiter ins Landesinnere oder auch -äußere, denn Israel ist echt klein. Aber vor allem ging es immer immer tiefer. Normalnull passierten wir ohne nass zu werden - im Gegenteil es war sogar ziemlich pups-trocken.

Nicht trocken, aber auch nicht wirklich nass war es dann am Toten Meer. Wir entschieden uns im Biankini-Resort zu halten. A) ist es direkt am Anfang des „Meeres“ B) sind dort kaum Leute (vor allem keine Buslegebatterien) und C) es gab hier einen erfrischenden Pool für danach. 


Eine gute Überleitung, denn eine Erfrischung braucht man nach dem „Bad“ in dem toten Gewässer dringend! Von weitem sieht es gar nicht so tot aus, sogar ganz normal. Aus der Nähe stellt man dann aber doch einige Unterschiede zu „normalen“ Gewässern fest: Jeder treibt mit Sonnenbrille so vor sich hin und alle reiben sich mit Schlamm ein - angeblich gut für die Haut und so.


Schnell umgezogen und ab geht er der Peter - ab in den See. Aber Achtung: auf keine Fall den Kopf untertauchen!! So hängt man nur im Wasser ab und stellt fest, dass man wirklich nicht untergehen kann - man treibt einfach immer an der Oberfläche. Mit Schlamm einschmieren, antrocknen, abduschen, den Amis lauschen: „amazing, wonderfull, hilarious, …“, wieder treiben lassen und so weiter … Der See, das Wasser, der Schlamm und die Hitze sind schon eine besondere Erfahrung. Da man auf -428m u.Nn. ist, soll der Sauerstoffgehalt bei zehn Prozent mehr gegenüber dem Meeresspiegel liegen, aber ehrlich gesagt haben wir das nicht bemerkt.


Der See ist unserer Meinung ein Muss auf jeder Israel-Tour. Er ist einfach in vielerlei Hinsicht spektakulär. Wir haben uns für einen Mietwagen entschieden und würden das auch immer weiterempfehlen, da auch die befürchteten Checkpoints kein Problem darstellen und es im Endeffekt günstiger, schneller und unabhängiger ist.

Jana & Fjodor

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Kommentare: 1
  • #1

    Maria (Donnerstag, 11 Juni 2015 18:56)

    Haha, das sind ja süße Bilder von euch :)