5 Tage ... wir sind abgesichert.

5 Tage vor der Abreise dreht sich bei uns alles um das Thema Sicherheit. Wir haben nicht das ausgeprägteste Sicherheitsbewusstsein, mein erstes Mal Asien habe ich komplett ohne Impfungen und Mückenspray überlebt. Manche Dinge sind jedoch sinnvoll, denn sind wir mal ehrlich, ohne Rucksack, Geld und mit Cholera infiziert will niemand nach Hause kommen, da man uns sonst bei "Horror Trips" auf National Geographic zeigen könnte ;-). Also mussten wir da einige Vorkehrungen treffen.

Sechs Monate durch Entwicklungs- und Schwellenländer und das zu einem großen Teil in den Tropen. Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, aber es lauern überall Gefahren. Krankheiten, Unfälle und Kriminalität sind auf unserer Reiseroute weit verbreitet. Wie plant man das ein und was tut man dagegen? Hier unsere Checkliste für eine schöne Zeit!

Kriminalität

Kriminalität steht in den Ländern die wir vorhaben zu bereisen leider auf der Tagesordnung. Überfälle, Abzocke oder sogar Bedrohungen sind vor allem in den Hauptstädten zu finden. Neben klassischen Verhaltensregeln wie keine auffällige Kleidung, kein Schmuck, Menschenansammlungen meiden etc. haben wir etwas "aufgerüstet":

  • Pacsafe: Ein Beutel aus stabiler nicht zerschneidbarer Struktur. Dieser lässt sich durch einen oben angebrachten Draht abschließen und an festen Gegenständen wie Rohrleitungen befestigen. Natürlich kann das Schloss geknackt, der Draht mit einem Bolzenschneider o.ä. zerschnitten werden, aber es dauert eine gewisse Zeit und schreckt (hoffentlich) den klassischen Handlanger ab. An dieser Stelle vielen Dank für das super Geschenk an meine Schwester :-)
  • Bauchladen: Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten seine Wertsachen zu schützen. Die wohl effektivste ist es die Sachen einfach auf mehrere Stellen im Gepäck aufzuteilen. Parallel dazu sind wir seit mittlerweile einigen Jahren stolze Besitzer eines Bauchladens (jeder von uns). Ich muss dabei immer an diese Eastpak Lederbauchtaschen denken, aber die gibt es tatsächlich in neutralen Farben und so, dass sie nicht auffallen. Unsere sind sehr dünn und wenn man den Bund der Hose drüber macht, dann kann sie nichtmal erkennen. Der Nachteil: maximal passt da der Reisepass, ein paar Kreditkarten und etwas Bargeld rein. Das wichtigste wäre damit allerdings gesichert. Ein weiterer Nachteil: Man schwitzt ununterbrochen unter der Tasche. Habe ich erwähnt, dass wir viel in den Tropen unterwegs sein werden?
  • Vorhängeschloss: Ein nützliches Sicherheitsutensil auf allen Reisen. Das ist etwas was man immer dabei haben sollte.Spint im Hostel, der Reisverschluss vom Rucksack etc. einfach das Schloss anhängen und schon erschwert es den Zutritt zu den Habseligkeiten.

Krankheiten

Es gibt viele Krankheiten auf der Welt. In nicht so weit entwickelten Ländern sind viele Krankheiten vorhanden, die wir in Europa vor mehreren Jahrhunderten durchlebt haben wie Cholera oder Typhus. Zudem kommen sehr viele "normale" Krankheitserreger wie Durchfallbakterien und Grippeviren gerne mal vor. Die klassische Regel ist natürlich: Cook it, peal it or leave it! Für alles weitere haben wir etwas vorgesorgt:

  • Impfungen: Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut, Mumps, Masern, Röteln, Polio, Tetanus, Diphterie, Pertussis, FSME, Geldfieber und Cholera. Cholera ist dabei eine Schluckimpfung, die wir gerade heute eingenommen haben. Es war ein bisschen wie im Film: "Schatz wollen wir das gleichzeitig zusammen trinken?" :-)
  • Reiseapotheke: Unsere kleine Reiseapotheke besteht aus mittlerweile zwei kleinen Taschen und beinhaltet gefühlt alles (Jana ist da vorsichtig). Etwas gegen Durchfall, gegen Verstopfung, Mückenstiche, Schnitte, laufende Nase ... Ich stehe noch in Verhandlungen den Bestand zu reduzieren. Ich bin sehr gespannt was wir davon alles brauchen werden.
  • Mückenspray: Etwas was bei Reisen in die Tropen nie fehlen sollte ist ein Mückenspray mit entsprechendem Deet-Anteil. In Deutschland ist alles mit einer Konzentration von mehr als 50% verboten. Dies ist allerdings ausreichend. Das wohl bekannteste Spray Deutschlands ist Autan, aber Vorsicht, es beinhaltet den Wirkstoff nicht und die Tropenmücken stechen trotzdem zu. Da von Malaria (übertragen durch Mücken) jedes Jahr über eine Million Menschen sterben und damit mehr als durch jedes andere Tier der Welt, ist diese Gefahr nicht zu unterschätzen. Wir setzen auf Nobite, das hat uns bisher gut geholfen.

Unfälle

Unfälle oder unvorhergesehene Dinge passieren immer wieder. Mountainbiken in den Bergen, einen rasenden Rollerfahren übersehen o.ä. und schnell ist ein Arm gebrochen oder gar schlimmeres.. Vorsicht ist die Mutter der Natur, aber an dieser Stelle gilt für uns lieber Vorsorge statt Nachsorge! Eine gute Auslandskrankenversicherung ist dabei wichtig. Für mich sehen die alle ähnlich aus, aber unser Versicherungsguru des Vertrauens hat da was Feines für uns rausgesucht. Dinge die dabei zu beachten sind:

  • Sie ist nicht so günstig wie eine normale Touristenreisekranken (10€ im Jahr)
  • Man bezahlt pro Tag Versicherungsschutz!
  • Sie übernimmt nur Kosten vor Ort und den Rücktransport. Alles was dann hier in Deutschland anfällt läuft wieder über die heimische Versicherung.
  • Ein riesiger Kostenfaktor ist die Entscheidung welche Länder man bereisen will. Sind USA, Kanada (oder manchmal Mexico) eingeplant, kostet die Versicherung in etwa 3-3,5€ am Tag. Man muss diesen Betrag dann allerdings über die gesamte Reise bezahlen, selbst wenn man nur einen Monat von sechs in den Ländern verbringt. Ohne die Länder liegt man bei 1-1,5€ pro Tag. 
  • Wir haben uns für den Tarif TravelSecure der Würzburger entschieden für sechs Monate. Zur Alternative stand die Versicherung der Hansemerkur von der wir auch viel gelesen haben. Ich denke die geben sich im Endeffekt nicht viel..

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