You better belize it!

Wenn es heißt "put on sun lotiaan in slow motiaan and get ready for the oceaan" dann weist du, du bist in Belize! Kaum überquert man die Grenze von Guatemala in das 300.000 Personen große Nachbarland Belize, spürt man einen komplett anderen Vibe. Englisch ist die Landessprache, das Gro der Bervölkerung hat afroamerikanische Wurzeln und Rastalocken sind keine Seltenheit. Es ist so anders als jedes andere Land hier, aber es ist toll. 

Bereits seit Antigua reisen wir nun schon mit Suze, einer sehr lieben Holländerin. Es geht also zu dritt nach Belize City und dann mit dem Watertaxi mit Hochgeschwindigkeit nach Caye Calker - einer der Inseln im Belize Barrier Reef. 

Auf Caye Caulker ist der Carribean Vibe an jeder Ecke zu spüren! Die Insel selbst besteht eigentlich nur aus Korallensand. Es gibt keine Autos, nur Golfcarts und Fahrräder. Das reicht aber auch locker, denn die paar Quadratmeter sind schnell erkundet. Caye Caulker hat keine Strände sondern man geht über kleinen Stege schwimmen. Besonders beliebt ist "der Split". Ein Hurricane hat die Insel an dieser Stelle in den 60er Jahren in zwei Teile gerissen. 

Wir bleiben drei Tage auf der Insel und entspannen. An Tag zwei haben wir das zweite mal in zwei Monaten Regen. Es ist trotzdem warm und wir schnappen uns die Kajaks, die unser Hostel (The Pause) kostenlos anbietet und paddeln zum Split, um die Happy Hour auszuprobieren. Am nächsten Tag lächelt die Sonne wieder und wir beschließen die gesamte Insel im Kajak zu umrunden. Puh, so klein ist die Insel auf einmal doch nicht mehr, in etwa zwei Stunden ist allerdings auch das erledigt… 

Nach vielem Hin und Her (vor allem wegen dem anfangs schlecht vorhergesagtem Wetter), entscheiden Fjodor und ich uns recht kurzfristig eine Segeltour zu machen. 3 Tage - 2 Nächte von Caye Caulker gen Süden Richtung Placencia. 

Morgens um 09:00 Uhr geht es los und wir boarden unseren Raggamuffin Katamaran. Der Name ist Programm: Captain Ish, Captain 2 Shane, Marvin und Linthon sind waschechte Belizen und einer der Gründe für drei unvergessliche Tage... Sie tanzen am Steuer, lehren uns Carribean English und singen Raggae Musik all day long! 

 

Tag 1: 

Es geht looos! Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und das Wasser glitzert so türkis, das es schon fast unreal ist. Wir segeln ca. 3 Stunden gen Süden und gelangen zu unserem ersten Schnorchel-Stop. Wir befinden uns jetzt direkt im Belize Barrier Reef, das unzählige Korallen und bunte Fischchen ihr Zuhause nennen. Wir dürfen sie beobachten - herrlich! Nach einem ausgiebigen Mittagessen geht es weiter. Wer sich nicht Sonnen mag oder im Schatten der Segel chillt, der kann Hochseeangeln und so unser Abendessen sichern. An diesem Tag waren wir besonders erfolgreich, denn ein erfahrener amerikanischer Angler machte uns einen Mahi-Mahi klar - super schwer zu fangen und super lecker. Selbst die Crew war komplett aus dem Häuschen und posierte fleißig mit dem Fisch! Am späten Nachmittag nahmen wir Kurs auf unser Nachtlager: Rendesvouz Caye. Mitten im Ozean liegt auf einmal eine kleine Sandinsel mit ein paar Palmenschirmchen. Hier bauen wir unsere Zelte auf und verspeisen das frisch gefangene und gekochte Seafood. Huch, ich habe ganz vergessen den Rumpunsh zu erwähnen, aber der gehört in Belize dazu wie das Bier (oder sogar Wasser) in Deutschland. Einige Rumpunshs später bestaunen wir also die sternenklare Nacht und fallen todmüde in unsere Zelte. 

Tag 2: 

Der Tag beginnt bevor die Sonne aufgeht. Man hört die Reisverschlüsse der anderen Zelte und aus der "Tür" schauen wir uns den Sonnenaufgang an. Wahnsinn, wir haben in den letzten Wochen echt viele Sonnenauf- und -untergänge gesehen, aber aus dem Bett wie Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel, das war schon ziemlich besonders. Schnell die Zelte abgebaut und lecker frühstücken dann müssen wir los, denn in wenigen Minuten wird die kleine Insel ihren besonderen Charme verlieren. Kreuzfahrer aus Belize City sind auf dem Weg hierher und mit 200 Mann wirds hier sicher ziemlich eng :-) 

Wieder einmal heißt es segeln, schnorcheln und angeln. Heute sehen wir beim Schnorcheln Schildkröten und Scharen von Stachelrochen. Auch Delphine begleiten uns auf unserem Weg zu unserem heutigen Ziel Tobacco Caye. Im Vergleich zur letzten Nacht gibt es hier 4 kleine Unterkünfte und es leben sogar 7 Familien hier. Wir schlagen wieder unsere Zelte auf, grillen frischen Fisch und lauschen den Klängen lokaler Musik - Raggae :-) 

Tag 3: 

Heute lassen wir uns etwas mehr Zeit, genießen das leckere Frühstück und segeln gemütlich mit einigen Schnorchelstops Richtung Festland nach Placencia. Dort angekommen schwankt der Boden nach drei Tagen an Bord noch ein wenig und wir wollen uns nicht so recht verabschieden. 

Placencia selbst ist total verschlafen. Außer Strand und Rumpunsh trinken gibt es hier nicht viel zu tun. Wir bleiben noch 2 Nächte hier, essen viel Fisch und lassen es uns gut gehen. 

Wir hatten im Vorwege viel darüber gehört, wie teuer Belize ist. Viele Backpacker lassen das Land daher aus. Und ja, keine Frage, es ist teurer als alle anderen Länder Mittelamerikas. Wir wussten, das wir das Land trotzdem besuchen wollen und haben uns aus Guatemala ein paar Lebensmittel mitgebracht. Auf Caye Caulker haben wir sehr viel selbst gekocht - frisches Obst und Gemüse ist selbst hier erschwinglich. In Placencia haben wir auch günstigere Alternativen gefunden und raten daher jedem Reisenden sich von den Preisen nicht abschrecken zu lassen. Land und Leute sind es einfach wert hier her zu kommen - you should BELIZE it! 

Tipps: 

 

Caye Caulker: 

  • Ein Hostel, dass wir zufällig entdeckt haben, ist das "Pause". Es hat eine tolle Lage, super großzügig geschnittene Dorms und vor allem eine mega gut ausgestattete Küche. Man teilt sich das Anwesen mit 80 Katzen, die hier gepflegt werden. Ein bisschen crazy, aber man bekommt von ihnen fast nichts mit. Ein weiterer Pluspunkt: Man darf sich im Garten Kokosnüsse von den Palmen „pflücken“ und so viele trinken wie man will. Auch als so genannte Coco Loco Version (mit Rum) möglich - köstlich!  
  • Lazy Lizzard: Diese Bar liegt direkt am Split und hat neben der Premium Lage auch super leckere Rum-Mixer im Angebot. Wir haben alle Rum-Sorten getestet und können „one Barrel“ empfehlen.
  • Restaurant: Ein kleines unscheinbares Restaurant befindet sich auf der Straße der Bank. Vom „the Pause“ kommend nach rechts abbiegen und kurz vor dem China Town Supermarkt rechts ist der kleine Laden, der Gaumenfreuden serviert. Wir entschieden uns für Fisch-Curry, Fisch-Creol und Shrimps. 
  • Raggamuffin: Den Segelturn-Anbieter können wir ohne wenn und aber empfehlen. Die Crew ist klasse, die Route traumhaft und wer Angst hat, nicht genug zu essen oder zu trinken zu bekommen, den können wir beruhigen. Nirgends auf unserer Reise waren wir so lecker gesättigt wie in diesen drei Tagen :-) 

Placencia: 

  • Dawns Grill N Go ist ein MUSS, wenn man in Placencia isst :-) Dawne ist eine liebenswerte Frau, die das Restaurant gemeinsam mit ihrer Tochter führt. Der leckere Duft hat uns uns in ihr kleines Restaurant gelockt. Ihre Tochter erklärte uns, welche Gerichte es gibt und was sie empfiehlt. Das Essen selbst lässt sich eigentlich kaum beschreiben, man merkt einfach dass Dawne ihren Job liebt und diese Liebe schmeckt man: Fisch, Garnelen und Pork Loin waren himmlisch. 

Unsere Route:

Ja die einzelnen Punkte mitten im Wasser sind kleine Inseln auf denen wir gecampt haben, auch wenn Google Maps die eine nichtmal kennt ;-)

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Annette Sharrow (Donnerstag, 02 Februar 2017 18:12)


    Thanks for the auspicious writeup. It actually used to be a enjoyment account it. Glance complex to far brought agreeable from you! By the way, how can we keep in touch?