Isla Mujeres und Cancun: Ganz schön viel los hier

Nachdem wir die letzten 2,5 Monate in Ländern gereist sind, in denen die Hostels maximal zehn Betten hatten, wir nach einem Tag so ziemlich alle Touris sowie die Einheimischen kannten und abends nicht besonders viel ging, war bereits Tulum komplett anders. Cancun und Isla Mujeres setzen dem Ganzen aber die Krone auf, denn so viel Tourismus, so viele Hotels und so viele Amerikaner haben wir in den letzten 11 Wochen nicht gesehen. 

Nach vier Tagen im türkis-weißem Tulum ging es für zwei Nächte auf die Isla Mujeres. Ab Cancun schnappten wir uns das große gelbe Wassertaxi, das uns in 20 Minuten sicher auf die nahe gelegene Insel brachte. Die Insel ist schon recht touristisch: Restaurants und zahlreiche Souvenirstände säumen die kleinen Straßen. Aber meist hat es ja einen Grund, dass so viele Touristen sich an einem Ort versammeln: es ist schön. Und das stimmt auch für die 1.100 qkm große mexikanische Insel. Die Strände sind weiß, das Wasser türkis und der Inselcharme ist an jeder Ecke zu spüren. So fahren auch hier kaum Autos, denn Golf Carts sind das Verkehrsmittel der Wahl. Da die Insel zu groß ist, um sie zu Fuß zu erkunden, haben wir uns ein eben solches vier-rädriges Mini-Mobil geliehen. Kaum verlässt man „Downtown“ Mujeres, irren auch weniger amerikanische Pauschaltouristen umher und die Insel zeigt sich von einer noch besseren Seite. Insbesondere der Süden ist so ganz anders als eine klassische karibische Insel vermuten lässt. Die Steilküsten und die raue See erinnern uns stark an Schottland. Wir genießen die Aussicht und lassen uns den Wind um die Nase wehen. Der nächste Stop soll ein Strand sein. Am Hauptstrand, dem XX, ist es recht voll. Umso überraschter sind wir als wir an der Westküste der Insel einen kleinen Bachclub entdecken, in dem man Pool, Liegen und super bequeme Betten kostenlos nutzen darf. Und weil es uns so gut gefällt, essen wir auch noch zu Mittag und sind völlig begeistert - Preis Leistung stimmt hier mal total :-) 

Auch das Hostel in dem wir bleiben, trägt dazu bei, dass uns Isla Mujeres besser gefällt als wir dachten. Das Poc Na ist eines der ältesten Hostels Mexicos und auch eines der beliebtesten. Jeden Abend finden Beach-Parties statt. Zu Salsa-Klängen schwingen alle - so auch wir - ihre Hüften unter freiem Himmel und landen seit langen mal wieder recht spät oder besser gesagt früh im Bett. 

Nach zwei Tagen geht es dann wieder aufs Festland - nach Cancun. Hier bleiben wir eine Nacht und das auch nur aus einem Grund: Springbreak. Wir wollen’s wissen und sehen wie die Amis feiern. Bevor wir uns jedoch unter das Partyvolk mischen, nehmen wir Cancun etwas genauer unter die Lupe. Vor allem ich (Jana) bin super kritisch und fürchte es ist noch schlimmer als der Ballermann je sein kein. Aber wir werden eines Besseren belehrt. Ja, in Cancun reihen sich auf einem 20 Kilometer Strip vor der Küste, der sogenannten Zona Hotelera, ein Hotel an das nächste und dementsprechend sind auch viele Menschen unterwegs. Nichts desto trotz sind die Strände wunderschön und gar nicht so voll, da die meisten am Hotelpool zu entspannen scheinen. 

Am Abend folgt dann noch so ein AHA-Erlebnis. Denn wieder mal ich (Jana) hatte befürchtet, dass Cancun außer fiesen Bildchen-Restaurants nicht viel Kulinarisches zu bieten hat. Mitten auf einem großen Parkplatz in der Ciudad Cancun entdecken wir dann aber zwei Foodtrucks. Wir entscheiden uns für den mexikanischen der beiden und futtern uns durch das gesamte Menü (gut das ist auch nicht sooo groß, aber immerhin). Das Essen ist nicht nur lecker sondern auch noch extrem schön angerichtet. Da schlägt vor allem mein Mädchenherz höher. 

Gegen 22.30 Uhr gehts dann los. Ein Taxi bringt uns wieder in die Zone Hotelera und wir beginnen unser Spring Break Abendteuer im Palazzo. Der Club ist nicht so groß wie erwartet, es hängen Kronleuchter an der Decke, das Licht ist leicht rötlich und in Käfigen tanzen Frauen. Wir sichern uns einen Platz auf einer Art Balkon in der ersten Etage, denn einer der Gründe ist, warum wir hier sind ist, wir wollen glotzen :-) Das kann man von hier ziemlich gut. Auf der Tanzfläche wird es immer voller und so sind zu Stoßzeiten bestimmt 2.000 Menschen in dem Club. Davon geschätzte 80% Amerikaner. Was will man auch erwarten, es sind schließlich ihre Frühlingsferien :-) Ein paar Drinks später folgt dann die erste Aktion des Abends: ein Poledance-Kontest unter den Gästen. Zehn knackige US-Mädels liefern eine heiße Show und wollen das Ding gewinnen. Nur wenige von ihnen können wirklich an der Stange tanzen, aber das macht gar nichts, denn alle von ihnen können ihren Hintern bewegen, was das Zeug hält. Und wenn das nicht hilft, dann wird auf Wunsch des Publikums „Show your tits“ auch mal das Oberteil gelüftet. Wahnsinn :-) Ich als verkappte Emanze kann mir da nur an den Kopf fassen, muss aber zugeben, amüsant ist es. 

Um zwei Uhr wechseln wir dann die Partylocation und es gehts ins Manadala Beach, direkt an den Strand. Die Party ist schon eher so wie wir uns Springbreak vorstellen. Wir genießen wieder mal die „Aussicht“ und wackeln im Takt der Musik auch ein wenig mit dem Po. 

So ist es also, dieses Cancun… insbesondere ich (Jana) muss mich eines besseres belehren lassen. Denn auch wenn ich nie in den Urlaub hier her fahren würde, bereue ich es nicht eine Nacht hier verbracht zu haben und kann verstehen warum manche Leute es schön finden und immer wieder kommen. 

Tipps: 

  • Hostel Poc Na: Es ist DAS Hostel der Insel und das ru Recht. Frühstück ist im Zimmerpreis mit inbegriffen, zudem gibt es jeden Abend Strandparties und einen kleinen Shop mit mexikanischen Designersachen zu Backpacker-Preisen! 
  • Food Truck: Wer einen Stop in Cancun einlegt, sollte sich nicht die Tacos von Pinchez Tacos entgehen lassen. 
  • Nahverkehr in Cancun: In Cancun kann man sich super mit dem Bus fortbewegen. Der R1 fährt 24 Stunden in die Zone Hoteliera und bringt einen zu Stränden, Clubs und Shopping Malls. 
  • Strand in Cancun: Wie auch in Tulum gibt es in Cancun einige Public Beaches, die nicht direkt hinter einen Hotel liegen. Wir fanden den Playa Marlin am schönsten. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn die Strömungen können sehr stark sein. Unbedingt auf die Flaggen am Strand achten. Ein weiterer schöner Strand ist die Playa Tortuga. 

P.S.: GoPro ist ersetzt, es kann also weitergehen mit dem Filmen :-)

P.P.S.: Der Spring Break hat Fjodis Handy geklaut ;-(

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