Von Yucatan nach Chiapas - das koloniale Mexiko entdecken

Mexiko hat neben den Karibikstränden noch viel mehr zu bieten, also haben wir uns in das Landesinnere aufgemacht. Merida und San Cristobal de las Casas sind sehr unterschiedlich, aber der gemütliche Charme verbindet sie.

Vom kleinen Insel-Paradies Holbox ging es in 6 Stunden nach Mérida, die Hauptstadt der Provinz Yucatan. Hier erwarteten uns gemütliche 38 Grad - recht kalt für diese Region wie uns die Einheimischen sagten. Uns war es heiß genug und wir freuten uns riesig, dass unser Hostel Nomadas einen Pool hatte. Auf dem Weg von Holbox passieren wir die Stadt Valladolid und die Ruinenstätte Chichen Itza. Wir haben beides ausgelassen, weil ich (Jana) unbedingt Flamingos sehen wollte und beides zeitlich nicht möglich war. Außerdem haben wir bereits einige Ruinen gesehen und fanden es sei an der Zeit auch mal "nein" zu sagen. Ein gutes Gefühl :-) 

 

Mérida ist eine alte Kolonialstadt. Der Stadtkern ist übersichtlich und man kann ihn wunderbar zu Fuß erkunden. Am Besten beginnt man die Tour am Parque Central. Rundherum befinden sich die Hauptsehenswürdigkeiten und man kann den Vibe der Stadt aufsaugen. Wir lassen uns durch die Gassen treiben, halten in Cafés an und landen am Ende noch in einer kleinen Hängematten-Fabrik. Die kunterbunten Matten werden hier von Hand gefertigt. Wir werden schwach und unser Gepäck um 1.4 Kg und eine riesige zwei-Personen-Hängematte reicher. Der aufmerksame Leser wird wissen, dass wir jetzt schon zwei Hängematten mit uns herum tragen :-)

 

Am nächsten Tag stehen die Flamingos auf dem Programm. Ich weis nicht warum, aber schon lange wollte ich die pinken Vögel, die so elegant auf einem Bein stehen, einmal live sehen. Eine zweistündige Busfahrt von Mérida entfernt, liegt Celestun. In dem vom Meer gespeisten Fluss, finden die Tierchen mit flachem Salzwasser und viel rotem Krebsfleisch (übrigens der Grund für die einzigartige Feder-Farbe) perfekte Lebensbedingungen. In einem Boot kommen wir recht nah an die Flamingos ran und können ihr gemütliches Treiben, dass aus Fressen und Rumstehen besteht, beobachten. Irgendwie unspektakulär, aber trotzdem ein Dauergrinsen wert. Auf dem Rückweg verpassen wir knapp den Bus. Ärgerlich, denn er fährt nur stündlich. Wir entscheiden uns daher wieder einmal zu trampen. Dieses Mal nimmt uns ein italienisches Pärchen aus dem schönen Lucca mit. Es werden kurzweilige zwei Stunden… Am Abend nehmen wir noch an einem Kochkurs im Hostel teil. Gemeinsam mit dem Koch zaubern wir Empanadas und warmen Kaktussalat. Beides hat uns so gut geschmeckt, dass wir es bereits einige Male nachgekocht haben :-) 

Nach 3 Tagen verlassen wir nicht nur Mérida sondern auch die Yucatan-Halbinsel. Unser nächstes Ziel ist die Region Chiapas, um genau zu sein das 2100 m hoch gelegene Städtchen San Cristobal de las Casas. Wir nehmen den Nachtbus und nutzen die 15h Busfahrt um zu schlafen! San Cristobal empfängt uns mit Sonnenschein und so sind die bunten Häuser, die Kopfsteinpflaster-Gassen und die ganze Atmosphäre noch schöner. Die Luft ist aufgrund der Höhe angenehm frisch! Nach all den kleinen Städten, die wir auf dem Weg bereis gesehen haben (Granada, Leon, Antigua) könnte man meinen, dass uns bunte Häuser und schmale Gassen nicht mehr beeindrucken. Dem ist aber nicht so, denn jeder dieser Städte hat ihren eigenen Charme. In San Cristobal wird es zu unserem Hobby alte VW Käfer zu fotografieren. An jeder Ecke steht ein mehr oder weniger gut gepflegtes Exemplar und verschönert das Stadtbild. Es ist einfach zu nostalgisch! 

Ein weiterer Grund, warum uns San Cristobal so gut gefällt ist die Weinbar „La viña de Bacco“. In den letzten drei Monaten gab es viel Bier und Rum. Guter Wein war jedoch rar und ist etwas, das wir neben Käse wirklich vermissen. In der Bar gibt es nicht nur eine gute Auswahl an Weinen, sondern mit jedem Glas auch ein paar kostenlose Tapas. Kein Wunder, dass wir beide Abende hier verbracht haben :-) An den Tagen schlenderten wir durch die Altstadt und genossen das bunte Treiben. Einen guten Über-/Ausblick hat man vom Cerro de San Cristobal oder vom Cerro de Guadalupe.

Tipps für Mérida: 

  • Yucatan Essen genießen, z.B. im "La Chaya Maya"
  • Ausflug nach Celestun. Selber hinfahren und keine Tour buchen. Es ist viel billiger (60 M$ Bus und 200 M$ Bootstour), flexibler und man ist auf niemanden angewiesen.
  • Hängemattenshop Hamacas Merida
  • Nomadas Hostel (besonders die neuen Zimmer im hinteren Teil)

Tipps für San Cristobal: 

  • Mexican Streetfood im "Wakamole" genießen
  • Wein und Tapas im "La Viña de Baco"
  • Snail Hostel - das Hostel ist super neu und auf jeden Fall zu empfehlen
  • Heiße Schokolade trinken im "Cacao Nativa

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Kommentare: 1
  • #1

    Maja (Montag, 28 März 2016 13:07)

    Da werden superschöne Urlaubserinnerungen wach...die Flamingos zum Besipiel haben wir auch besucht :)