One night in Vegas

Auf dem Weg aus Mittelamerika nach Hawaii haben wir einen kurzen Zwischenstopp in Las Vegas eingelegt. Ein krasser Kontrast genau bei der Hälfte unserer Reise - schrill, bunt, verrückt und laut. Wir hatten knappe 24 Stunden Zeit, um den Strip zu erkunden, in den legendären Casinos unsere Reisekasse auf den Kopf zu hauen und einen Brief zu verschicken. Nichts davon haben wir geschafft ... :-)

Da man aus Mexiko nicht direkt nach Hawaii kommt, mussten wir in den USA umsteigen. Die Airline Allegiant ist die einzige wirklich günstige Fluggesellschaft, die günstig nach Hawaii fliegt (ab 109$), allerdings nur ab LA oder Las Vegas. Da Vegas für uns einfach schon immer eine verrückte Stadt war und wir hier die Möglichkeit bekamen diese für eine gewisse Zeit zu besuchen ohne unseren Jahresurlaub dafür zu verschwenden, war die Entscheidung schnell getroffen. So ging es für uns für insgesamt knapp 24 Stunden nach Vegas. Wir sind pünktlich um 11:30Uhr gelandet und mit dem Taxi direkt zu unserem Hotel. Ja, richtig, diesmal sollte es kein Hostel oder Guesthouse sein, sondern ein richtiges Hotel, das mitten auf dem Strip liegt und alle Vegas-Clischees erfüllt. Also haben wir uns in eines der bekanntesten Häuser eingebucht - das MGM Grand. Alleine hier hätte man wahrscheinlich 24 Stunden verbringen müssen, um das Gelände zu erkunden, denn das Hotel hat über 5.000 Zimmer, diverse Pools, mehrere Restaurants, einen Food-Court ... Nach dem Einchecken haben wir uns schnell einen Überblick über dieses gestrandete Kreuzfahrtschiff der Superlative verschafft und uns auf den Weg gemacht den berühmt berüchtigten Las Vegas Strip zu erkunden. Wir wussten ja, dass die Hotels alle größenwahnsinnig sind, aber diese Ausmaße haben wir uns nicht vorgestellt. Es ist alles riiiieeeesig, überall sind Menschen und es wirkt wie ein riesiges Disneyland - kurz gesagt etwas übertrieben. Unser Lieblingsbeispiel: wir fahren im Venetian-Hotel mit der Rolltreppe nach oben und bewundern den Sonnenuntergangshimmel. Die kleinen Lädchen sehen aus wie in Italien überall stehen kleine Tische und das Kopfsteinpflaster schimmert vom letzten Regen. Regen?! Da hat es bei uns Klick gemacht - wir sind immer noch Indoor und alles ist aufgesetzt, selbst der Himmel! Da waren selbst wir beeindruckt.

Durch die Größe der Hotelkomplexe und die Länge des Strips (vier Meilen), haben wir leider nur etwa die Hälfte des Strips zu Fuß geschafft und mussten dann umkehren. Punkt eins auf der Agenda damit nicht abgeschlossen.

Am Abend haben wir uns natürlich die Fontänenshow vor dem Bellagio angeschaut und dann sind wir endlich zum nächsten Punkt im Programm gekommen: die Reisekasse auf den Kopf hauen! Dafür haben wir uns das New York - New York ausgesucht. Es war eine vorzügliche Wahl. Wir haben gefühlt alle einarmigen Banditen durchprobiert und uns am Roulette versucht. Nach insgesamt vier Stunden im Casino und unter dem Strich einem Gewinn von 33$ sowie diversen Getränken sind wir extremst glücklich schlafen gegangen. Punkt zwei auf der Agenda haben wir damit völlig verfehlt ;-)

Obwohl wir nur so wenig Zeit in Vegas hatten, mussten wir trotzdem einen wichtigen Brief verschicken. Im Internet haben wir ein Post-Office direkt auf dem Strip gefunden. Wir sind also losmarschiert und wollten dort einige Blätter drucken und diese dann verschicken. Anscheinend benutzt niemand in Vegas die konventionelle Post, sondern macht alles über die überteuerten Paketservices der Hotels, denn die Post gibt es nicht mehr! Also sind wir in eines der Hotels. Nachdem das Ausdrucken von fünf A4 Zetteln 20$ gekostet hat und die für den Versand nach Deutschland dieser Zettel fast 60$ haben wollten, haben wir uns bedankt und haben das Hotel verlassen. Uns wurde allerdings die Post im Flughafen empfohlen. Leider sind wir außerhalb der Öffnungszeiten geflogen, so haben wir Punkt drei auf unserer Agenda ebenfalls nicht erfüllen. Zum Glück ist das hier auf Hawaii alles etwas anders und unser Brief bereits auf dem Weg nach Hause.

 

Tipps:

  • Casino: Eigentlich scheinen alle Casinos gleich zu sein. Dennoch hat uns das New York New York sehr gut gefallen. 
  • Essen: Mega leckere Burger gibt es bei Fatburger - Mehr muss man dazu wohl nicht sagen :-) 
  • Unbedingt in die Hotels reingehen. Was von außen schon krass ist, wird innen meistens noch übertroffen. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hannah (Mittwoch, 06 April 2016 09:30)

    Ihr Lieben,
    das klingt nach einem wahnsinnigen, aufregenden und vielseitigen Trip! Genießt es weiterhin und Aloha kākou nach Hawaii.