Maui ist unser Paradies mitten im Pazifik

Bei dem Namen Maui oder generell Hawaii mussten wir schon immer an ein abgelegenes Paradies im Pazifik denken. Eine traumhafte Insel - wild, wunderschön, tropisch, umgeben vom endlosen Ozean. Maui bietet alles was wir uns je erträumt haben und stellt für uns wahrhaftig das Paradies dar.

Bei der Planung unserer Weltreise stand ziemlich schnell fest, dass wir Hawaii integrieren wollen. Wir haben einiges darüber gehört, wussten allerdings kaum etwas über die Inselgruppe. Erste Recherchen haben uns gezeigt, dass es mehrere Inseln gibt und jede von denen absolut einzigartig ist: Oahu - Hauptinsel und weltbekannt für den Strand Waikiki, Maui - unzählige Strände, zwei Vulkane und die Road to Hana, Big Island - mit seinen aktiven lava-spuckenden Vulkanen und seiner verschlafenen Atmosphäre und Kauai - die „grüne“ Insel und ein Outdoor-Paradies. Jetzt wo wir hier sind, hätten wir gerne alle Insel gesehen, sind aber froh, es sehr entspannt anzugehen. So sind wir 7 Nächte auf Maui geblieben und gerade für 5 Nächte auf Oahu. 

Wir haben viele Reisende gesehen, die in der gleichen Zeit alle Inseln besuchen. Möglich, aber eben nicht mehr so relaxed. 

 

Obwohl Maui nicht wirklich groß (etwa halb so groß wie Mallorca), wird einem trotzdem nicht langweilig… wir hätten noch viel länger dort bleiben können. Das erste Mal seit 3 Monaten waren wir wieder mit dem eigenen Gefährt unterwegs, vollkommen ungewohnt und super flexibel. Unsere Air BnB Unterkunft lag in Pukalani im Landesinneren. Beweggründe für diese scheinbar „schlecht“ gelegene Unterkunft waren ganz einfach - Maui bzw Hawaii generell ist super teuer und diese Unterkunft war einigermaßen bezahlbar. Im Nachhinein stellte sie sich jedoch als Glücksgriff heraus, denn die Lage war perfekt, um die komplette Insel zu erkunden. Außerdem haben unsere Gastgeberinnen Summer und ihre Tochter Sierra uns das Gefühl gegeben, nach drei Monaten purem Reisen ein Zuhause zu haben - inklusive gemeinsamen Abendessen, Politikdiskussionen und Spielebbend :-) 

Aufgrund der Zeitverschiebung nach Las Vegas wachten wir an unserem ersten Tag super früh auf und nutzten die ungewohnte Frühe, um zum Vulkan Haleakala zu fahren. Ja, wir haben in den letzten Monaten viele Vulkane gesehen, aber das hier war anders. Man fährt vom Meeresniveau los und alles ist grün, fast wie in Schottland oder in Österreich. Dann geht es weiter, immer höher und langsam ändert sich die Vegetation. Es wird sandiger, die Pflanzen flacher. Und urplötzlich kommt man zu einem Parkplatz (über 3.000m ü.Nn.), wandert ein wenig und vor einem liegt eine schwarz, rote Kraterlandschaft. Man kann die Lavaströme genau verfolgen, obwohl die letzte Eruption über 200 Jahre her ist. Nicht nur die Landschaft ist wahnsinnig schön sondern auch das Wetter kann man von hier gut beobachten. Langsam ziehen Wolkenfelder in die Kraterlandschaft hinein. Meteorologen-Herzen schlagen hier sicher höher. 

Ein weiteres Must-Do auf Maui ist die Road to Hana. Eine serpentinenreiche Straße, die durch Mauis Jungle in die Stadt Hana führt. Auf dem Weg in die verschlafene Kleinstadt, die bis vor 20 Jahren noch keine Straßenverbindung zum Rest der Insel hatte, passiert man unzählige Wasserfälle, Aussichtspunkte und Strände. Uns haben besonders zwei Strände vulkanischen Ursprungs gefallen - Black und Read Beach. Somit ist der eine Strand pechschwarz und der andere schimmert rot. Total krass! 80% der Touristen drehen in Hana um und nehmen genau den gleich Weg zurück, dabei gibt es einen Weg, der einen an der Südküste entlang wieder in die Inselmitte bringt. Die Autovermietungen sagen der Weg sei nicht passierbar. Falsch! Daher unbedingt hier lang fahren. Wir mochten die Road to Hana - fanden sie jedoch ein wenig überbewertet. Es gibt auf der Insel viele schöne Orte, die weniger befahren sind und so einfach natürlicher wirken. 

 

Uns hat zum Beispiel der Highway rund um den westlichen Teil der Insel (besser) gefallen. Hier haben wir an unserem letzten Tag einen Regenbogen gesehen. Ein Spektakel, das einem auf Maui aufgrund des ziemlich schnell wechselnden Wetters sehr häufig begegnet. 

Lahaina, die größte Stadt im Westen ist auch einen Ausflug wert. Hier gibt es viele Restaurants und Shops - eine amerikanische Kleinstadt wie sie um Buche steht, und das alles mit tollem Ausblick auf den Pazifik. In einer der Malls in Lahaina wird Dienstags kostenloser Ukulele-Unterricht angeboten. Das nutzten wir natürlich, denn Fjodor hat sich auf Maui eine Ukulele gekauft und ich bin auch am überlegen mir noch eine zuzulegen. Das Instrument lässt sich super leicht spielen, ist einfach mitzunehmen und macht tierisch Spaß :-) 

Neben all den tollen Ausflugszielen hat Maui die meisten Strände aller hawaiianischen Inseln. 

Unsere Highlights waren der Big Beach an der Südküste und Kahekili an der Westküste. Alle Strände haben etwas ganz besonderes an sich, aber man braucht wohl Monate, um sie alle zu sehen. Neben Schwimmen kann man fast überall schnorcheln und die Unterwasserwelt erkunden. Das Schnorcheln kommt sicher nicht an die Karibik oder Australien ran, ist allerdings ganz nett und stellt eine nette Aktivität am Strand dar.

Auf Maui hat man dafür definitiv die Möglichkeit, denn eigentlich ist hier immer schönes Wetter. Wie sagte Sierra so schön zu ihrer Mutter als sie unbedingt an den Strand wollte, weil das Wetter doch so gut sei… „Mama, wir leben auf Hawaii, hier ist immer gutes Wetter“. Recht hat sie! 

 

Maui ist ein sehr spezieller Ort und wir haben die Insel auf unsere „Hier-kommen-wir-auch-jeden-Fall-wieder-her-Liste“ aufgenommen. So waren wir ein wenig wehmütig unsere beiden Gastgeberinnen und die Insel zu verlassen und sind gespannt, was Oahu so zu bieten hat. Ihr habt Tipps, dann her damit! 

Tipps für Maui: 

  • Wirkliche leckere Burger gibt es bei Cool Cat in Lahaina. Sie selbst sagen, sie haben den besten Burger der Insel :-) 
  • Air BnB Unterkunft in Pukalani: Das Zimmer ist nicht spektakulär, aber die Gastfreundschaft der beiden Hosts ist einfach unbezahlbar 
  • In Pukalani gibt es einen kostenlosen Swimming-Pool mit einer 50m Bahn. Er befindet sich gegenüber dem Foodland an der Hauptkreuzung.
  • Sollte es doch einmal regnen (ja, wir haben auf Maui Regentag Nummer 5 erlebt), kann man in der Maui Mall super ins Kino gehen. Im Wholefoods nebenan gibt es für danach leckeren Kaffee und healthy Snacks. Das witzige an dem Wetter auf der Insel ist, obwohl sie nicht so groß ist, dass es immer einen Ort gibt, an dem es nicht regnet. So sind wir nach dem Kino einfach an die Westküste gefahren und dort hat die Sonne geschienen. 
  • Wer eine Ukulele auf Maui kaufen will, sollte zu Bounty Music gehen. Hier gibts die größte Auswahl auf der Insel - über 70 verschiedene Modelle und man wird gut beraten. 
  • Und besorgt euch den Reiseführer direkt vor Ort. Wir werden nicht dafür bezahlt, aber die „Revealed“ Guides von Andrew Doughty (Maui Revealed: The Ultimate Guidebook) sind wirklich klasse. Auf der Road to Hana beschreibt er welche Sehenswürdigkeit bei welchem Milemarker zu finden ist und schreibt den gesamten Reiseführer in einer sehr humorvollen Art und Weise. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Nicole (Montag, 11 April 2016 09:14)

    Auf die Berichte von Hawaii freue ich mich schon seit Monaten... Wie Ihr wisst, steht Hawaii definitiv ganz oben auf meiner Urlaubsliste. Weiterhin ganz viel Spaß Euch beiden!!!!

  • #2

    Sophia (Freitag, 15 April 2016 11:09)

    Ein wundervoller Bericht und so tolle Fotos. Ich habe mich vor 1,5 Jahren auch unsterblich in Maui verliebt. Die Insel ist wirklich magisch. Mit der Road to Hana haben wir es genauso gehandhabt - auch wir fanden die eigentliche Strecke etwas überbewertet. Der Big Beach war auch unser absoluter Favorit und wir haben uns mehr als glücklich geschätzt, dass wir nur 5 Minuten von dort entfernt gewohnt haben. Schade, dass Maui von Hamburg aus so weit entfernt liegt ;)
    Euch eine tolle Zeit in Australien.
    Liebste Grüße aus dem verregneten Hamburg
    Sophia
    www.miss-phiaselle.com