Sydney und New South Wales

Ob es wohl anders ist? Eine Frage, die uns auf dem Flug von Honolulu nach Sydney immer wieder beschäftigte. Denn nach 8 Jahren kamen wir zurück in die Stadt, in der wir beide mehrere Monate verbracht haben... Wiedersehen mit happy end? 

Sydney

10 Stunden Flug trennten uns von unserem nächsten Abenteuer auf der Reise - Australien. Startpunkt im Land der Kängurus und Koalabären musste einfach Sydney sein. Eins hatte sich definitiv nicht verändert: es ist nach wie vor sehr teuer hier zu leben. Eine Unterkunft in Downtown hätte unser Tagesbudget gesprengt und so landeten wir in einem schicken Air BnB Häuschen in Leichhard. Dieser Stadtteil ist gut mit dem Bus angebunden. Wir liefen die 6 Kilometer bis zur Innenstadt, denn nach so  einem langen Flug wollten wir die Muskeln mal wieder mit Sauerstoff betanken. Bevor wir zur bekannten Innenstadt gelangten, hielten wir noch in Glebe, unserem einstigen Wohnort. Das Haus steht noch und ist noch immer eine große WG! Die Bar im Erdgeschoss hat sogar ausgebaut und so gibt's hier das erste teure Aussie Bier (20A$ der Pitcher). Über die George Street schlendern wir bis zum Opera Haus - lassen uns und unsere Gedanken treiben. In den 3 Tagen in der Metropole brauchen wir keinen Reiseführer, denn vor allem Fjodor, der sechs Monate hier war, erkennt die Stadt gleich wieder! Und so laufen wir bekannte Wege, probieren neue Restaurants und sind am Ende der 3 Tage nicht enttäuscht. Noch immer hat die Stadt dieses schwer zu beschreibende, ganz besondere Etwas. Wir würden am liebsten direkt hier bleiben… also, ja, definitiv happy end!

 

Tipps Sydney: 

 

  • Down town: George St, Circular Quay, Harbor Bridge, Opera House, The Rocks, Elizabeth St, Hyde Park, China town, Darling Harbor - Schuhe schnüren und los geht es!
  • Bondi beach: den weltbekannten Strand erreicht man am einfachsten mit dem Bus 333 vom Hydepark. Eine der besten To Dos der Stadt ist der Weg vom Bondi Beach bis zum Coogee Beach. Der Pfad führt direkt an der Küste und über unzählige Buchten entlang. 
  • Manly Beach: der Strand ist wunderschön, die Hauptattraktion ist jedoch die Fährfahrt dahin. Man legt direkt vom Circular Quay ab und fährt am Passagierterminal mit den Riesendampfern, der Oper und der Harbor Bridge vorbei. Kamera bereit halten und eigene Postkartenmotive schießen. 
  • Essen: Sydney ist sehr multikulturell und so auch die Küche. Eine der Institutionen der Stadt ist sicherlich das Café de Wheels (köstliche Pies für den kleinen Geldbeutel). Ansonsten ist Sushi in der Stadt sehr frisch und deutlich günstiger als in Deutschland. Eines meiner persönlichen Favoriten (vielleicht weil ich da einfach unzählige Abende verbracht habe) ist das Scruffy Myrphies, sie bieten gute uns sehr günstige Steaks in Kombination mit lokalem Bier. Neben der billigen Küche bietet Sydney auch sehr viele edle und richtig gute Restaurants auf. An dieser Stelle ein riiieeesen Dankeschön an unsere Freunde, die uns einen kulinarisch köstlichen Abend im Kingsleys Steak and Crab House ermöglicht haben!

New South Wales

Unser eigentliches Ziel ist es, in 3 Wochen von Sydney nach Perth zu fahren. Wobei der Weg dabei das Ziel ist. Es ist definitiv nicht die touristischste Route, da wir in diesem Land jedoch bereits viel gesehen haben und für mich (Fjodor) schon immer feststand, dass ich die Wüste überqueren möchte, entschieden wir uns für diese etwas andere Streckenführung. Wir bestreiten das Abenteuer gemeinsam mit unserem Camper, den wir liebevoll "Betty" getauft haben. Wir drei brachen in Sydney auf, um zunächst das Bundesland New South Wales zu durchqueren. Obwohl es eines der kleinsten Bundesländer Australiens ist, ist es dennoch sehr groß. So wechselt die Vegetation auf den etwa 1.000 km von Großstadt über grünbewachsene Berge zum australischen Outback. Die Strecke ist keinesfalls langweilig und Natur pur: man passiert Flüsse, sieht unzählige Kängurus, besteigt Sanddünen, durchquert völlig wilde Landschaften und campt an Seen. Mit den von uns geschossenen Fotos könnten wir denke ich ganze Bilderbücher füllen :-)

 

Tipps Camping:

 

  • lokale Simkarte organisieren. Für nur 10A$ haben wir bei Optus eine Simkarte mit einer Allnetflat und 3Gb Datenvolumen bekommen (zu verbrauchen in 30 Tagen). Die Netzabdeckung ist super und selbst im Ostback hat man hier und da LTE-Empfang.
  • Travel Car Centre. Ein Camper-Verleih mit sehr guten Preisen, sehr guten Campern und sehr fairen Bedingungen. So zahlt ihr keine Oneway-Gebühren wenn ihr zwischen deren eigenen Stationen fahrt (wie wir Sydney-Perth) und bei der Campausrüstung könnt ihr einfach aussuchen, was ihr mithaben wollt OHNE Aufpreis. Bei dem Besitzer Bruno hat man zudem das Gefühl er würde am liebsten selber sofort mitfahren.
  • Kostenlose (Wild-)Campingplätze: im Outback gibt es sie überall, abgelegen an Seen oder aber auch direkt am Highway. Wir sind wirklich begeistert, denn sie sind meist nicht überlaufen und liegen mitten in der Natur.
  • App Campermate. Eine App fürs Handy die praktischer für unsere Reise nicht sein kann. Sie hat alle Campingplätze sehr übersichtlich in der Karte (kostenlose und Bezahlplätze) und alles notwendige wie Tankstellen, Supermärkte o.ä. Wirklich gut gemacht!
  • Aufpassen vor Kängurus! Jeder will die Tiere mal sehen, allerdings nicht mit seinem Wagen rammen. Leider liegen, sobald man die Stadt verlässt, überall tote Kängurus am Straßenrand. Man sollte sehr doll aufpassen und auf keinen Fall nach Einbruch der Dunkelheit fahren, da die Tiere in der Dämmerung und Nacht aktiv sind.

Unsere Reiseroute

Anmerkung 1:

Wir sind von Hawaii nach Sydney mit einer Low-Cost-Airline auf der Langstrecke geflogen. Obwohl wir kein Entertainmentsystem, Essen oder andere Annehmlichkeiten hatten war der Flug für uns komplett in Ordnung, denn man kann ja alles selber mitbringen. Unsere Ausrüstung bestand aus Essen (Instantsuppe, Chips, Bananen), Trinken (vier leere Wasserflaschen die wir am Flughafen nach den Sicherheitskontrollen an den Trinkwasserhähnen aufgefüllt haben) und Entertainment (Laptop mit Filmen und Serien). Ja, „normal“ fliegen ist angenehmer, allerdings geht das so auch und es spart mehrere hundert Euro ;-)

 

Anmerkung 2:

An unserem dritten Tag mit dem Camper habe ich (Fjodor) leider einen Poller im Rückspiegel nicht gesehen (der war zu klein und unter dem Sichtfeld - quasi toter Winkel) und zu früh eingeschlagen. Nun hat Betty eine Beule in der Tür.

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